14. Spieltag – Nach dem knappen aber  fulminanten 1:0-Erfolg gegen Rapperswil, liessen die Bärger-2-Kicker den nächsten Sieg folgen. Gegen das Team aus Rüti setzte sich die Equipe von Trainer Gerster mit 3:1 durch – ein Spiel, das auf keinem sehr hohen Niveau gespielt wurde.

 

Mit dem ersten Dreier der Rückrunde in der Tasche stand am Freitagabend das zweite Spiel im neuen Jahr auf der Leitawis an. Zu Gast bei den Bärgern war das Team aus Rüti im Glarnerland, das man in der Hinrunde gleich mit 5:1 abfertigte. Damals sorgte ein weicher Untergrund (man versank beinahe bis zum Knöchel im Schlamm) für ein Niveau, dass etwa vier Ligen unter der 5. Liga gespielt werden müsste.

Und auf einer wirklich besseren Stufe fand auch das Rückspiel nicht statt. Die Bärger starteten zwar gut ins Spiel, liessen aber dann ziemlich rasch nach. Das eröffnete den Rüti-Spielerin die Gelegenheit, mehr für die Partie zu tun und sich langsam nach vorn zu tasten. Wirklich gute Chancen gab es auf beiden Seiten aber nicht – das überrascht schon etwas, da die Aufstellung der Bärger doch mehr versprach. Mit einem mageren 0:0 ging es dann in die Halbzeit.

 

J. Eberle erwischt Sahnetag

Nach dem Seitenwechsel war bei der Heimelf deutlich mehr Engagement sichtbar. Doch obwohl die Laufbereitschaft stimmte, versprangen die Bälle im Sekundentakt. Kaum ein Spieler war in der Lage die Kugel bei sich zu behalten, weshalb überhaupt kein Spielfluss aufkam. Die 55. Minute werden die etlichen anwesenden Fans aber sicher noch länger in Erinnerung behalten. Der eingewechselte Stürmer J. Eberle, der in dieser Saison weder mit Toren noch mit Trainingsanwesenheit glänzte, wird in Nähe des Sechzehners angespielt. Locker lässig leitet er die Kugel via Hacke weiter in die Mitte. Dort kommt Mittelfeldmotor Mette die Kette angerauscht, packt die feine Klinge aus und schlenzt das Leder unhaltbar ins obere rechte Eck. Was für ein Schuss! Vor allem von Mette – letzte Saison war der quirlige Jungspunt noch wegen seiner schwach geschossenen Aufsetzter bekannt – seine Kritiker liess er mit diesem „elendig gedigna topf“ (Zitat T. Schädler) nun verstummen.

Wer nun dachte, Rüti würde die Köpfe hängen lassen täuschte sich. Angepusht von ihrem Trainer, der immer wieder durch laute unpassende Kommentare auf sich aufmerksam machte, erspielten sich nun auch die Gäste Chancen. Tore gab es aber wieder auf der Gegenseite. Vorbereiter J. Eberle stand dieses Mal im Mittelpunkt, als er eine Flanke gekonnt mit dem Kopf über die Linie zum wohl vorentscheidenden 2:0 in die Maschen bugsierte. Er war es auch der kurz darauf für das 3:0 aus Bärger Sicht besorgt war. Doch ohne Gegentor geht es wohl doch nicht – „ein dumms dräcksgoal kassierdma sicher no“ waren sich die Fans einig. Und so kam es dann auch. In der 89. Minute gelang Rüti der Anschlusstreffer, der das Ergebnis zwar etwas erträglicher machte, in der Endabrechnung aber nicht viel brachte. Mit dem zweiten Sieg in dieser Rückrunde festigt das Bärger 2 den aktuell dritten Tabellenrang.

 

Bemerkungen

  • Schon wieder geschont: Moser, Rück und Sele sassen wie schon vor zwei Wochen auf der Bank. Gemäss internen Quellen hiess es für die drei erneut: Schonen für die guten Gegner.
  • C. Gassner musste seinen Platz räumen. Die aktuell herausragende Form von R. Schädler imponierte Trainer Gerster. „Bevors de widr ganz hört mit dera guat Phasa muassen vo Afang ah bringa“. Genützt hat es nichts – kein Tor für R. Schädler. Die Leistungskurve scheint wieder nach unten zu gehen.
  • 23,8 Kilometer absolvierte Flügelflitzer T. Eberle im Spiel gegen Rüthi. Statistiker vermuten, dass er mindestens 40 Prozent davon im Sprint absolvierte. Die Folge: Einer seiner Gegenspieler hatte 15 Minuten vor Spielende mit „elendigen Krämpfen“ zu kämpfen. T. Eberle meinte: „äna hani kaputt gmachet“.
  • Der gegnerische Coach: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt war beim Rüti-Trainer alles dabei. Auf lobende Worte für sein Team folgten Fluchereien und empörtes Kopfschütteln. Immerhin: Die Zuschauer konnte er damit etwas unterhalten.
  • Gerster wechselte sich kurz vor Spielende selbst ein. Bei einer Aktion leitete er beinahe einen Konter der Gäste ein. Torhüter P. Schädler zum ehemaligen Nationalspieler: „Ändra päss sötsch de gschieder nid Spiela“.
  • Mette die Kette nach seinem Traumtor: „I glob i ha mine Schusskraft wieder gfunda. Aber so a Goal bringi jetz sicher a lange zit numma hera“. Bestätigt wurde die Aussage von Mettler von seinem Teamkollegen P. Kindle. „Reines Glück isch es gse“.
  • J. Eberle avancierte zum Publikumsliebling. Der Bärger-2-Sturmtank wurde eingewechselt und entschied die Partie mit einem Assist und zwei Toren. Im Anschluss an das Spiel wurden dem Jungpurscht etliche Flaschen Bier spendiert. Sogar Fangesänge waren bis tief in die Nacht auf der Leitawis zu hören.

 

FC Triesenberg – FC Rüti GL, 3:1 (0:0)
Tore: 55. Mettler 1:0, 77. J. Eberle 2:0, 80. J. Eberle 3:0, 89. 3:1.
FC Triesenberg: P. Schädler; R. Schädler, Cortese, R. Kindle; A. Eberle (alias Schnagl); D. Schädler, P. Beck, Mettler, T. Eberle; Konrad, Banzer.
Ersatzspieler: Gassner, Gerster, J. Eberle, P. Kindle.
Verletzt: Marxer, T. Schädler.
Geschont: Moser, Sele, Rück.
Nicht im Aufgebot: Nutt.