12. Spieltag – Auf die zweite Mannschaft des FC Triesenberg wartete im dritten Rückrundenspiel das Team aus Untervaz. Nach einer Niederlage und einem Unentschieden, die wohlgemerkt völlig verdient waren, sollte nun endlich der erste Sieg im neuen Jahr eingefahren werden.

Mit drei Aushilfen der 1. Mannschaft sollte dies gegen den Tabellenvorletzten aber kein Problem werden. Und so kam es dann auch: Überlegenheit ist gar kein Ausdruck für das, was die Truppe von Gerster auf dem Spielfeld zeigte. Einziger Wehrmutstropfen für die Fans: Publikumsliebling C. Gassner musste auf der Ersatzbank Platz nehmen. Er zeigte aber Einsicht und meldete sich freiwillig zum «Fähnala» – ein Glück: So konnten die Zuschauer ihn immerhin beim Schwingen seiner Fahne in Augenschein nehmen. Doch zurück zum Spiel: R. Schädler, der in der letzten Partie gleich dreifach traf, schien sein Pulver noch nicht ganz verschossen zu haben. In der 26 stand er goldrichtig und versenkte den Ball zum 1:0. Und nur zwei Minuten später wieder ein Treffer. J. Beck, in Triesenberg oftmals auch Messias genannt, erhöhte das Score auf 2:0. Fünf Minuten später stand dann der als «Duff» betitelte Flügelflitzer (mit Raucherlunge) D. Schädler im Mittelpunkt. Auch er schob die Kugel problemlos am etwas komisch agierenden Torhüter vorbei. Und noch vor der Halbzeit war es erneut der Capitano, der sich in die Torschützenliste eintragen durfte. Mit einem wuchtigem Freistoss erhöhte er zum 4:0-Halbzeitstand – eindrücklich: 5 Tore in 2 Spielen, dass soll ihm erstmal einer nachmachen. Trainer Gerster befürchtet allerdings, dass dieses Hoch seines Teamchefs nur von kurzer Dauer sein wird. «I kenna scho a wile, es got denn vermuatli recht schnell wiedr bachab», meinte er.

Fünf weitere Tore
Mit einer «das Spiel häwer eh scho gwunna» kamen die Bärger Kicker dann aus der Halbzeit. Es ging nicht mehr viel zusammen und Untervaz kam immer besser ins Spiel. Belohnt wurde dies durch zwei Tore in der 57 und 68. Da tobte nicht nur der Trainer sondern auch die etlichen Zuschauer die sich auf der Leitawis eingefunden hatten. «Wennsch das jetz no us dr hand gän, de zahli äna lallis niameh as bier», so der Grundtenor.

Die Spieler schienen diese Drohung vernommen zu haben und bliesen anschliessend zu einer eindrücklichen Schlussoffensive. C. Gassner wurde von Gerster wieder einmal als Angreifer eingesetzt. Und das obwohl er zu Beginn der Saison meinte, das Gassner «alles andere als an Stürmer» ist. Er war es dann auch nicht der für eine weitere Torflut sorgte. Nein, Messias, setzte zum Doppelpack an und kürte sich damit zum Spieler des Spiels. Das letzte Tor gelang dann Abwehrrecke Cortese. Gegönnt wurde ihm der Treffer aber anscheinend nicht. «Nei, wieso muass jetz äna au no träffa. De willer wia dr schnaxi und dr rony albi in sturm vordri», hiess es auf der Tribüne. 7:2 lautete das Schlussresultat und damit war der erste Rückrundensieg unter Dach und Fach!

 

Bemerkungen

  • Sele, Rück, Moser sowie B. Nutt wurden von Trainer Gerster geschont. «Eni Jungs bruchi denn für die würkli harta Knacknüss», so der Coach.
  • Der Inbegriff von einem Fussballer: Die Nummer 2 des FC Uznach sorgte für einiges Gelächter auf den Zuschauerrängen. Von Moser und Kingflo wurde er als der «ideale Fussballer» betitelt. Seine Bewegungen: unkoordiniert und einfach komisch.
  • Es wurde die Theorie aufgestellt, dass in der 5. Liga immer der schlechteste Feldspieler ins Tor müsse. Bestätig wurde dies vom Untervazer-Schlussmann. Seine Slapstick-Einlagen auf der Linie sorgten nicht nur für Gelächter sondern brachten den Bärgern auch einige Tore. Schreckmoment: In der 70. Minute stolperte er über den Ball und landete darauf. Nach etwa 7-minütiger Behandlung auf dem Feld liess er sich auswechseln. Die Folge: Der zweitschlechteste Feldspieler musste nun ins Tor.
  • Wieder mal beim Grillfest: Während sich die Startelf bereits warm gemacht hatte, stürmte A. Eberle alias Schnagel in die Katakomben. Wie so oft war beim grossgewachsenen Hühnen zuvor Grillspass angesagt.
  • Schädler zu seiner derzeitigen Ausnahmeform: «I glauba das vogla tuat miar usinnig guat».

 

FC Triesenberg – FC Untervaz, 7:2 (4:0)
Tore: 26. R. Schädler 1:0, 28. J. Beck 2:0, 33. D. Schädler 3:0, 44. R. Schädler 4:0, 57. 4:1, 68. 4:2, 79. J. Beck 5:2, 91. J. Beck 6:2, 93. Cortese 7:2.
FC Triesenberg: P. Schädler; R. Kindle, Cortese, Akkach; R. Schädler; D. Schädler, Mettler, Marxer, U. Sprenger; Banzer, J. Beck.
Ersatzspieler: A. Eberle, C. Gassner, T. Schädler.
Geschont: Rück, Moser, B. Nutt, P. Sele.