10. Spieltag – Viele Absenzen vermiesten dem Bärger 2 einen gelungenen Rückrundenauftakt. Beim eigentlich schlechter einzustufenden FC Bad Ragaz gab es eine 2:4-Pleite. Seltenheit: zwei Gegentore gab es bereist in den ersten zwei Spielminuten.

Die einen auf Reise, die anderen sonst beschäftigt (A. Eberle musste grillieren) und noch andere schwänzten aufgrund von kleinen Wehwechen (T. Schädler) – so konnte das ja fast nichts werden zum Start in die zweite Saisonhälfte. Unterkriegen lassen wollte sich das Team von Gerster aber dennoch nicht, die ersten 3 Punkte sollten in Bad Ragaz her.

Doch schon nach 2 Minuten erhielt dieses Unterfangen das Prädikat: „das könnt schwer wärda“. Das in der 5. Liga Tore oftmals in den Anfangsminuten fallen ist keine Seltenheit. Verkaterte Spieler, starke Sonneneinstrahlung oder einfach fehlende Fitness sind Gründe dafür. Dass man aber in den ersten zwei Spielminuten gleich zwei „Gurken“ eingeschenkt bekommt, ist auch in der 5. Liga ein einmaliges Ereignis. So geschehen in den ersten zwei Minuten zwischen Bad Ragaz und Triesenberg – die Bärger starteten das Spiel also quasi mit einem Zwei-Tore-Rückstand.

Nach dem Schock hätte man meinen müssen das eine Reaktion folgt – Fehlanzeige. Es war das berühmte Spiel Not gegen Elend, wobei nicht genau gesagt werden kann, wer was war. Dass dann ausgerechnet vor dem Halbzeitpfiff der Ball erneut hinter Schädler im Kasten landete, war ernüchternd aber irgendwie auch verständlich zugleich.

 

Für Aufwand nicht belohnt
Ein ganz anderes Bild zeigte sich dann im zweiten Durchgang. Die Elf von Gerster wirkte motivierte, konzentrierter und zu allem nicht mehr wie eine besoffene Truppe von Amateurkickern. Das Resultat: Zwei Treffer, die die Sache auf dem Ragazer Grün doch nochmal spannend machten. Erst überwand Marxer mit einem seiner technisch brillanten Schüssen den Schlussman, nur 7 Minuten später zirkelte Pferdeluge T. Eberle das Leder über die Linie – 2:3 aus Sicht der Bärger.
Die Leitawisbuben waren nun drauf und dran auch noch den Ausgleich zu erzielen. In den meisten Situationen fehlte allerdings die Zielgenauigkeit. Als P. Sele nach der Partie von diesem Umstand erfuhr, antwortete er wie folgt: „Höhö, ihr hättet am Vorabed gschidr biz meh Zielwasser trunga“. (Anm. d. Red. Säli selbst verrauschte am Vorabend bis 3 Uhr in der früh, war beim Spiel selbst allerdings nicht anwesend).

Das Tor wollte nicht fallen, zumindest nicht auf Seiten der Bärger. Im Gegenzug waren es die Ragazer die erneut jubeln durften und das Team aus dem Ländle, damit ins Tal der Tränen beförderte. 2:4 das Schlussresultat, die erste Niederlage im ersten Rückrundenspiel und eine unzufriedene Mannschaft, die wieder einmal mit sich selbst haderte. Start vermasselt!

 

Bemerkungen

  • T. Schädler hätte aufgrund der vielen Absenzen wieder einmal in der Stammformation auflaufen können. Der selbstbewusste Hobbyfussballer knickte im Training Tags zuvor nach einer unfairen Aktion von C. Gassner um, und musste aussetzen. Verschwörungstheoretiker witterten eine Absicht hinter Gigolos Aktion, bestätigt wurde dies allerdings nicht.
  • Das tragische Comeback: Sechs Monate krümmte Schreinermeister P. Schädler keinen Finger im Bärger Tor. Zurück auf der grünen Bühne musste er im ersten Spiel in den ersten zwei Minuten gleich zwei Tore hinnehmen. So stellt man sich ein Comeback nicht wirklich vor.
  • D. Vedana profitierte, wie es T. Schädler getan hätte, von den vielen Absenzen und spielte sein erstes Spiel seit gefühlten 4 Jahren. Es war ihm dann auch deutlich anzumerken. Reaktionen aus dem Publikum: „Mei wennma sogar für die 5. Liga zmind isch sötma höra“, oder „Äna söll wacker ushocka, hed äna uberhaupt scho amal an Balla gseh“.
  • Improvisation: Da A. Eberle wieder mal an einem seiner bekannten Grillpartys teilnahm anstatt aufs Feld zu gehen, musste R. Schädler als Libero auflaufen.

 

 

FC Bad Ragaz – FC Triesenberg, 4:2 (3:0)
Tore: 1. 1:0, 2. 2:0, 45. 3:0, 51. Marxer 3:1, 58. T. Eberle 3:2, 82. 4:2.
FC Triesenberg: P. Schädler; Vedana, R. Schädler, Gassner; T. Sprenger; R. Kindle, Kieber, Mettler, U. Sprenger; T. Eberle, Banzer.
Ersatzspieler: Marxer
Abwesend: dr ganze Räscht far Bandi – T. Schädler ischt mim fuassi umknickt.