Darts – Gleich 14 Pfeilwerfer aus Liechtenstein messen sich in der kommenden Woche an der E-Darts-Europameisterschaft im slowenischen Oli-mia. Neben dem Nations Cup stehen die FL-Darter auch in den Einzel-, Doppel- und Mixed-Bewerben an der Scheibe.

 

Der Dartsport erfreut sich in den letzten Jahren immer grösserer Beliebtheit. Auch hierzulande stellen sich immer mehr Personen vor das Board, um sich mit der Konkurrenz zu messen. Das erklärt auch, weshalb die Liechtensteiner Delegation, die an diesem Wochenende an die E-Darts-EM nach Slowenien reist, im Vergleich zum Vorjahr noch mal gewachsen ist. Insgesamt 14 Spieler – davon 9 Herren und 5 Damen – stellen sich der Herausforderung in den verschiedenen Bewerben.

 

«Priorität hat ganz klar der Nations Cup, bei dem wir je ein Frauen- und ein Männerteam stellen werden», so Coach und Mannschaftsführer Remo Senti vom Dartclub Upstairs. Daneben werden die Pfeilwerfer, die aus verschiedenen Vereinen aus Liechtenstein und dem Rheintal kommen, auch Turniere als Einzelspieler oder im Doppel- oder Mixed-Bewerb bestreiten – diese werden teilweise ebenfalls als EM-Turnier ausgetragen. Mit Simon Fürst und Remo Senti werden zudem auch mindestens zwei Spieler bei der Qualifikation im Steel Dart antreten.

 

 

Starke Konkurrenz

Knapp 1200 Pfeilwerfer aus ganz Europa werden sich im Osten Sloweniens ab Sonntag eine Woche lang duellieren. Ein Grossteil der FL-Delegation wird bereits am Samstag abreisen, zwei Spieler kommen am Dienstag nach. Zwar werden schon ab Sonntag einige Bewerbe ausgetragen, «für uns», so Senti, «geht es aber erst ab Mittwoch so richtig los». Dann warten auf die FL-Pfeilwerfer nämlich die Vorrundenspiele im Nations Cup. Bei den Herren werden dabei von den neun mitgereisten Spielern nur sechs zum Einsatz kommen, wie Senti erklärt. «Vorausgesetzt, es kommt nichts dazwischen», fügt er an.

 

Klar ist, dass man auch in diesem Jahr auf starke Konkurrenz treffen wird. Zwar sei derzeit noch nicht erstichtlich, welche Spieler bei den anderen Nationen am Start stehen werden, «es ist aber durchaus möglich, dass einige Profis dabei sind». So war es auch in den letzten Jahren, als beispielsweise der Österreicher Zoran Lerchbacher, die Brüder Rowby-John und Roxy-James Rodriguez (beide AUT) oder der Kroate Boris Krcmar sowie weitere PDC-Spieler mit dabei waren.

 

 

 

 

Der erste Sieg soll her

Dass die FL-Darter nach dem Saisonende weiterhin unermüdlich an ihrer Wurftechnik arbeiten zeigt, dass man nicht nur zum Spass nach Slowenien reist. Ein Sieg im Nations Cup blieb Liechtenstein in den letzten Jahren verwehrt – «das soll sich nun ändern», so Senti.

 

«Wir haben in den letzten Wochen intensiv trainiert und möchten mindestens einen Sieg einfahren»

 

Das auch deshalb, um für die Play-offs am Donnerstag einem starken Gegner möglicherweise aus dem Weg gehen zu können. «Es sind hochgesteckte Ziele, aber wir sind guter Dinge, dass wir sie erreichen.»
Doch nicht nur im Teambewerb, auch im Einzel- und im Doppel- sowie Mixed-Turnier wollen die Pfeilwerfer aus dem «Ländle» mit guten Ergebnissen überzeugen. Wie das geht, haben vor zwei Jahren bereits Roger Beck und Rene Kern gezeigt, die im Einzelturnier auf den Plätzen 17 und 13 landeten. «Wenn möglich, soll dieses Ergebnis von einem Spieler noch getoppt werden», so Senti motiviert.