Kartsport - Das «Team Liechtenstein» war im letzten halben Jahr an verschiedenen Langstreckenrennen anzutreffen. Die bisweilen noch kleine Truppe begeisterter Kartsportfreunde, dessen Anfänge bis ins Jahr 2011 zurückgehen, hat einiges vor. Neben der Teilnahme an Rennen strebt der Verein auch die Nachwuchsförderung im Bereich Motorsport in Liechtenstein an. (Fotos von Thomas Engel)

 

Ganze 500 Mal heizten die drei Liechtensteiner Alex Koch sein Cousin Joel Gassner und Kollege Armando Caminada vor knapp sechs Jahren auf der Kartbahn im deutschen Kaufbeuren um den Rundkurs. Es war quasi  die inoffizielle Geburtsstunde des im vergangenen Herbst neu gegründeten Vereins, dem «Team Liechtenstein».

«Wir sind ohne grosse Vorbereitung und Erwartungen angereist und einfach mal gefahren – und haben am Ende den Sieg geholt», blickt Präsident Alex Koch zurück. Ein Erfolg, auf dem in den darauffolgenden Jahren aufgebaut wurde – wenn auch mit Unterbrüchen.

 

 

Nach mehreren Renneinsätzen musste das Projekt 2014 kurzfrisitg auf Eis gelegt werden. Grund dafür war eine Fussverletzung bei Koch, der sich bis dato um alle organisatorischen Sachen kümmerte. Der «Restart» für das «Team Liechtenstein», das 2013 erstmals mit diesem Namen an den Start ging, erfolgte dann knapp zwei Jahre später. Danach ging es Schlag auf Schlag und man liess das «Team Liechtenstein» im Herbst 2016 als offiziellen Verein eintragen.

 

Spezialisierung auf Langstrecken

Neben der vierköpfigen Rennleitung bestehend aus Präsident Koch, Ipek Engin, Bianca Kinlde und Alia Gassner besteht der Verein derzeit aus fünf aktiven Fahrern und vier Passivmitgliedern, die in Abwesehenheit eines Motorsportlers einspringen können. Einer davon ist beispielsweise der Deutsche Profirennfahrer Kevin Strohschänk, der unter anderem schon beim Audi-Sport TT-Cup (2016) am Start stand. Zur Stammbesetzung bei Rennen gehören aber Koch selbst, Phoy Champ, Simon Ott sowie Joel und Dominik Gassner.

 

Eine Kostenfrage

Wer selbst schon einmal in einem Kart sass, weiss, wie anstrengend nur schon ein kurze Fahrt von 10 oder 20 Minuten ist. Wieso hat sich das «Team Liechtenstein», dass wie Koch festhält «mittlerweile ziemlich international vertreten ist», dann ausgerechnet auf Langstreckenrennen spezialisiert? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Es ist der finanzielle Aufwand, der bei dieser Art von Rennen «deutlich kleiner ist», als wenn man beispielsweise in der Schweizer Meisterschaft mitfährt. «Die Karts werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt, dass ist in der Meisterschaft anders», ergänzt Koch.

 

Seit Anfang Jahr trainiert das Team Liechtenstein nun beim Kartbahn-Treff in Feldkirch. «Im Schnitt sind wir zwei bis drei Mal im Monat dort, vor Wettkämpfen etwas öfter», präzisiert der Präsident. Künftig sei man, um auch öfter Rennen bestreiten zu können, aber auf Sponsoren angewiesen. «Wir sind derzeit noch auf der Suche.»

 

 

Verein hat künftig noch viel vor

Nicht nur Sponsoren will das Liechtensteiner Kartteam in nächster Zeit finden, nein, wenn möglich sollen in naher Zukunft auch weitere Mitglieder zum Verein stossen. Die Hoffnung, dass möglichst viele Gefallen am Kartsport finden, beruht auch auf der Zielsetzung, die der neue gegründete Verein verfolgt. «Grundsätzlich wollen wir einfach den Motorsport, im speziellen den Kartsport fördern.» In einem ersten Schritt stehe da zum Beispiel der Aufbau eines Frauenteams auf das kommende Jahr an. Aber auch im Bereich Nachwuchsförderung möchten Koch und Co. aktiv werden.