FUSSBALL – Für Robin Gubser ist das Kräftemessen am Sonntag gegen Italien das vorerst letzte Spiel mit der Nationalmannschaft – zumindest in diesem Kalenderjahr. Das «Highlight» gegen die Squadra Azzurra möchte er daher noch mal richtig geniessen.

 

Am 4. Juni 2013, also vor fast genau vier Jahren, gab Robin Gubser sein Debüt in der Liechtensteiner A-Nationalmannschaft. Im Spiel gegen Polen, das 0:2 verloren ging, wurde der damals 22-Jährige in der 83. Minute für Sandro Wieser eingewechselt. Seither hat Gubser, der seit Januar 2013 beim Erstligisten FC Balzers spielt, 26 Einsätze im Trikot der «Rot-Blauen» absolviert. Vor knapp einem Jahr gelang Gubser im Testspiel gegen die Färöer Inseln dann sogar sein erstes Länderspieltor. Nun wartet auf den Mittelfeldakteur am Sonntag im Stadio Friuli in Udine gegen Italien in diesem Jahr das vorerst letzte Spiel. Gubser, der die Ausbildung zum Primarschullehrer in Chur absolviert, wird nämlich ab Sommer ein Auslandsemester in Spanien machen. «Das dauert bis kurz vor Weihnachten, deshalb wird es, sollte ich spielen, mein vorerst letzter Einsatz für die Nationalmannschaft in diesem Jahr», erklärt der 26-Jährige.

 

Zukunft noch offen
Wie und ob es für Gubser kommendes Jahr weitergeht, liess er indes offen – sowohl im Vereinsfussball, wie auch in der Nationalmannschaft. «Dass kann ich noch nicht genau sagen. Es wird von mir abhängen, wie fit ich bin und ob ich einen Verein finde», so Gubser. Erste Anlaufstation sei aber sicherlich der FC Balzers. «Da muss man einfach schauen, ob alles passt, auch mit dem Trainer», fügt er an. Doch bevor sich der FCBAkteur darüber den Kopf zerbrechen kann, steht nun erst mal das Duell mit der italienischen Nationalmannschaft an. Es ist wahrscheinlich, dass Gubser, der bereits am Mittwoch gegen Finnland über die vollen 90 Minuten spielte, auch gegen Italien zum Einsatz kommt.

Die Vorfreude bei ihm auf das Kräftemessen mit dem mehrfachen Weltmeister ist dementsprechend gross. «Das wird sicher ein riesen Spiel. Meine Familie ist dabei, was mir sehr viel bedeutet – es wird ein einmaliger Moment.» Anders als beim Erstligisten aus dem Oberland, wo er als Mittelfeldmotor oft das Zepter in die Hand nimmt, stand er in den letzten zwei Partien der Nationalmannschaft als Innenverteidiger auf dem Platz. Es ist eine Rolle, die immer noch «ungewohnt» sei. Aber immerhin habe er im Vergleich zum Spiel gegen Mazedonien etwas mehr Zeit gehabt, um sich darauf vorzubereiten. «Wenn der Trainer denkt, dass ich dort am meisten bringe, werde ich mich natürlich reinhängen und versuchen, meine Bestleistung abzurufen.»

 

Die wenigen Chancen nutzen
Sollte er gegen Italien ebenfalls als Abwehrspieler eingesetzt werden, dürfte die Aufgabe gegen die Topstürmer aus der Serie A, sicherlich noch einen Ticken schwieriger werden. «Ich mache mir vor jedem Spiel viele Gedanken», gesteht er. Es nütze aber nichts, wenn er sich nun vor dem grossen Spiel gegen Italien noch mehr den Kopf zerbreche. «Klar sind sie athletisch und fussballerisch noch stärker, aber auch sie fallen um, wenn man sie foult.» Für sein Team wünscht er sich einen ähnlich starken Auftritt wie beim 1:1 gegen Finland. «Wir gehen wie in jedes andere Spiel. Wichtig ist, dass wir die wenigen Chancen, die wir erhalten, versuchen zu nutzen und 100 Prozent Einsatz zeigen. Dann schauen wir, was herausschaut.»