Die Triesenberger Band Mindless feierte vor Kurzem ihr zweijährige Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum wartete auf die jungen Musiker ihr bisher grösstes Engagement – sie umrahmten das Theaterstück Krimischmaus musikalisch.

 

Es war eigentlich reiner Zufall, dass sich die Band Mindless vor knapp zwei Jahren überhaupt gefunden hat. Aus einem Trio mit Sängerin Sophie Sele, Bassist Arthur Schädler und Philipp Sele (damals noch Gitarrist) wurde schnell ein Quintett. Manuel Moser, aktueller Keyboarder der Band fand Gefallen an der Idee eine Band zu gründen und holte mit Lukas Beck gleich auch einen Schlagzeuger ins Boot. Den ersten Proben, damals noch in der Wohnung von Schädler, stand also nichts im Wege. Bevor die fünf Bärger dann allerdings erstmals vor Publikum auftraten gab es bereits den ersten Rückschlag: Drummer Beck verliess die Band. Ersatz war jedoch schnell gefunden, Marco Scheiber aus Mauren stiess als Gitarrist zur Band. Der gelernte Schlagzeuger Sele, der sich bis dato an der Gitarre versuchte, musste diesen Posten nun gezwungenermassen abgeben. Es lief alles nach Plan und bald standen auch die ersten Auftritte in verschiedenen Beizen an. Mittlerweile wurde auch in einem von der Gemeinde Triesenberg zur Verfügung gestellten Raum geprobt.

 

Voll durchgestartet

Den Höhepunkt im ersten gemeinsamen Jahr stellte sicher der Auftritt am Staatsfeiertag 2015 dar, wo man auf der Rathausbühne in Vaduz das Publikum trotz kräftigem Regen begeistern konnte. Aber auch beim Beizafestival, am Buchserfest oder beim „Planken-Rockt-Openair“ war die junge Triesenberger-Band vertreten. Im Nachhinein betrachtet, waren die insgesamt zwölf  Shows vielleicht dann doch etwas zuviel. „Das Problem war, dass wir fast jedes Wochenende im Einsatz standen – das war zum Teil schon anstrengend“, so Moser der sich seit Gründung um alle administrativen Anliegen der Band kümmert. Der erste Schritt in der einheimischen Musikszene war jedoch gemacht. „Die Leute erinnerten sich an unseren Namen und wir bekamen immer wieder neue Aufträge.“ Der Wiedererkennungswert ist da sicherlich auf eine Besonderheit zurückzuführen. Mindless covert verschiedenste Songs aus dem Pop-Bereich. Von alten Klassikern wie „Have you ever seen the rain“ von CCR bis hin zu modernen Songs wie „I see fire“ von Ed Sheeran findet man im Repertoir des Quintetts alles. Besonderheit erlangte die Band allerdings durch die selbstgetexteten Lieder im „Bärger-Dialekt“. Bekannten Songs werden gecovert und mit neuen Bärger-Texten versehen. So wurde beispielsweise aus dem bekannten Titel „Let it be“ das Bärger-Pendant „Las halt si“. Oder aus dem Gotthart-Klassiker „Heaven“ machten die Triesenberger den Song „Fätzacharmeur“. Zu den absoluten Lieblingssongs der kleinen Fanbase, die hauptsächlich aus Freunden besteht, gehört allerdings der Song „Bärger lügen nid“ – Original: Tränen lügen nicht von Michael Holm. Es ist quasi der Abschluss eines jeden Konzerts – und lädt zum Mitsingen ein. Aber auch die erst 17-jährige Frontsängerin Sophie Sele mit ihrer Stimme sowie der mehrstimmige Gesang gepaart mit abwechslungsreichem Acoustic-Sound sorgt mit ihrer dafür, dass die Band einfach im Gedächtnis bleibt.

 

Hört doch mal rein…

 

Krimischmaus als Jubiläumsshow

Das erste Jahr vorbei, sah sich die einheimische Nachwuchsband erneut mit einem Problem konfrontiert. Gitarrist Scheiber und die Band beschlossen getrennte Wege zu gehen, und so folgte eine zeitintensive Suche, um den Posten neu zu besetzen. Nach etwas mehr als einem halben Jahr wurde man dann fündig – der Balzner Moritz Schweizer liess sich auf die eingeschworene Bärger Truppe ein und zupft seit Anfang März die Seiten bei Mindless. Auftritte gab es für die Band auch in diesem Jahr genügend. So stand man beispielsweise beim Verbandsfeuerwehrfest in Triesenberg oder beim Zwiebelturm Openair auf der Bühne. Das Highlight in der bisherigen Konzertsaison, dürfte allerdings das jüngste Engagement als Backgroundband beim von Schauspieler Andy Konrad organisierten Krimischmaus sein. An sechs Tagen umrahmen Moser und Co. im Triesner Gemeindesaal das Stück „Spiel mir das Lied vom Tod“ musikalisch. „Für uns war es eine neue Herausforderung und etwas völlig anderes als sonst“, gesteht Moser. „Wir mussten unser Repertoir auf knapp 60 Songs aufstocken. Es war viel Arbeit, hat sich aber letztlich gelohnt – es war wirklich toll.“ Dazu kommt, dass die „Bärger“-Band erst kürzlich ihr zweijähriges Bestehen feiern konnte. „Es ist natürlich schön, dass wir zum Jubiläum so ein tollse Projekt begleiten durften“, erklärt Moser.

 

„Es macht einfach Spass“

Wie es für die fünf jungen Musiker weitergeht, steht derzeit in den Sternen. In erster Linie geht es der Triesenberger Band darum, „einfach gemeinsam zu Musizieren.“ Natürlich wolle man aber in Zukunft auch musikalisch weiterkommen. Bevor Mindless das nächste Mal auf der Bühne steht, ist jetzt erstmal  Proben angesagt. „Im Winter, falls es sich zeitlich ausgeht, sind die ersten Aufnahmen im Tonstudio geplant. Die erste eigene CD ist natürlich für jede Gruppe ein grosses Ziel“, betont Moser. Es ist viel Zeit, die die fünf Mitglieder in ihr Hobby investieren. Und das ist auch der Grund, weshalb Auftritte für sie aus künftig dazugehören. „Wir wollen den Leuten zeigen was wir können. Hauptsächlich geniessen wir aber die Zeit im Rampenlicht – es macht einfach Spass.“«»

 

Die Mitglieder
Sophie Sele (17 Jahre), Gesang
Moritz Schweizer (21) Gitarre/Gesang
Philipp Sele (23), Schlagzeug
Manuel Moser (24), Keyboard/Gesang
Arthur Schädler (27), Bass/Gesang

Weitere Infos zur Band unter http://www.mindless.li/ oder auf Facebook.