6. Spieltag – Für die zweite Mannschaft ging es am Wochenende zum Auswärtsspiel nach Arosa. 1.5 Stunden Fahrt und 364 Kurven warteten auf die Schützlinge von Trainer Marco Beck. Endlich angekommen wurde der Platz etwas genauer unter die Lupe genommen – ein Betonplatz mit ausgerolltem Kunstrasen (Es ist zwar 5. Liga, aber das so etwas zugelassen wird wunderte schon den einen oder anderen). Becks Ansage war kurz und bündig: „Mir fahren seher ned i das Loch iha zum verlüra, do muass afach an Sieg hera“. Der Start in die Partie verlief allerdings alles andere als optimal. Die Bärger kamen mit dem speziellen Untergrund in der Anfangsphase überhaupt nicht zurecht und gerieten bereits nach fünf Minuten in Rückstand. „Zuagluagt wia Ölgötza hänsch“, so Bombers Kommentar zum Tor. Doch man reagierte prompt. Nach einem Energieanfall von Schnaxi Eberle, der den Ball mittels wuchtigem Dropkick in die Maschen hämmerte, stand es 1:1. Und keine drei Minuten später erhöhte Kevin Beck auf 2:1 für den FC Triesenberg – er musste anschliessend verletzt das Spielfeld verlassen. Dann passierte lange Zeit nichts. Kurz vor der Halbzeit war es dann Tobi Eberle der auf 3:1 für das Gästeteam erhöhte. Doch anstatt mit einer komfortablen Führung in die Halbzeitpause zu gehen kassierte das Team um Kapitän Romeo Schädler den 2:3-Anschlusstreffer. Abwehrspieler T. Schädler stellte sich nicht gerade gut an und der Gegenspieler liess sich nicht lange bitten.

Die zweiten 45 Minuten starteten mit einem Paukenschlag. Nachdem Marcel Seger zu Fall gebracht wurde, rastete sein Gegenspieler aus und wurde mit glatt Rot vom Platz gestellt. 40 Minuten blieben den Bärgern nun in Überzahl. Und nur sieben Minuten nach dem Platzverweis schlug der Ball erneut im Kasten der Aroser ein. Rony Kindle bugsierte eine tolle Flanke von Kapitän Schädler per Kopf über die Linie – neuer Spielstand 4:2. In der Folge war es dann allerdings das Heimteam, dass die besseren Chancen hatte. Die Bärger agierten zu oft mit langen, ungenauen Bällen und luden damit den Gegner regelrecht ein, weitere Chancen zu kreieren. Am Ende verpasste Arosa den erneuten Anschlusstreffer, als der Ball nach einem Freistoss von der Latte zurückprallte. Es blieb beim 4:2 und die Triesenberger konnten sich glücklich und zufrieden auf in Richtung Wiesengaudi machen.

 

Bemerkungen

  • Beim gemeinsamen Mittagessen vor dem Spiel ass P. Jup Sele praktisch nichts. Sein Kommentar: „Drü Bier sind au gässa“!
  • R. Schädlers Kommentar nach der Partie: „Das Spiel müasstma eigentlich verlüra wenn ma i Uberzahl aso an Schissdräck zämmaspield“
  • Nach den Toren von A. Eberle und R. Kindle meinte Trainer Beck: „Jetz kanis vergessa dia zwo jemols weder ir Abwehr ufzstella“.
  • C. Gassner verbrachte einen gemütlichen Tag im Europapark. Die Mehrheit der Spieler meinte dazu: „Ischt au gschieder wennr döt biz ummabällelet, bi ünsch triffter ja sowiso nid“
  • Kabinen DJ Biedermann liess trotz etlichen Reklamationen erneut Schlagermusik laufen. Er meinte dazu: „Wennmr drnoh at wiesengaudi gohn, denn muamer üs scho istimma“.
  • Der Aroser „Fähneler“ wurde mehrere Male von der Bärger-Bank ermahnt, dass er aufhören soll die Fahne bei Abseits zu heben (was sowieso nur selten stimmte). Er meinte kurz: „Wenn ich das cha, dänn mach i das au“.
  • Bei der Heimfahrt herrschte ausgelassene Stimmung in den Autos: Ein Grossteil machte sich nämlich auf an die Wiesengaudi nach Schaan. Wie bekannt wurde, wurde der Sieg ordentlich gefeiert.

 

FC Arosa – FC Triesenberg 2:4 (2:3)
FC Triesenberg: P. Schädler; T. Schädler, Cortese, R. Schädler; Sprenger; Kindle, Moser, Biedermann, A. Eberle; T. Eberle, K. Beck.
Ersatzspieler: Seger, Marxer, Kieber, Sele.
Tore: 5. 1:0, 8. A. Eberle 1:1, 11. K. Beck 1:2, 40. T. Eberle 1:3, 44. 2:3, 57. Kindle 2:4.
Gelbe Karten: 86. Sprenger.
Bemerkungen: Rote Karte in der 50. Minute gegen Arosa.