2. Spieltag – Nach der Auftaktpleite in der Meisterschaft und dem Aus im Liechtensteiner Cup, zeigte das Bärger Zwei im gestrigen zweiten Saisonspiel eine klare Reaktion. In Grabs ging die Elf von Trainer Marco Beck mit 5:1 als klarer Sieger vom Platz. Die Gäste starteten gut und gingen bereits in der 8. Minute durch Janin Eberle in Führung. Auch in der Folge waren die Triesenberger klar die spielbestimmende Mannschaft, doch ein unnötiger Gegentreffer nach knapp 20 Minuten brachte das Heimteam zurück ins Spiel. Was dann allerdings in der 35. Minute passierte, dürfte mit grosser Wahrscheinlichkeit in die Geschichtsbücher des Bärger Zwei eingehen. Stürmer C. Gassner, der seit über 965 Minuten auf einen Treffer wartet kam am Sechzehner zum Schuss. Der Ball knallte erst an den linken dann an den rechten Pfosten und landete schliesslich im Tor – der Bann war gebrochen. Fans stürmten das Feld und umarmten Gassner mit Freudentränen im Gesicht und auch der FCT-Stürmer selbst konnte seine Gefühle nicht zurückhalten. Mit 2:1 ging es dann in die Halbzeitpause. Vier Wechsel nahm Trainer Beck vor und er bewies dabei ein goldenes Händchen. Denn bereits in der 64. Minute stach Joker Nummer 1, Robert Sele. Mit einem Traumabschluss versenkte er die Kugel zum zwischenzeitlichen 3:1. Und nur knapp zehn Minuten später traf auch schon der nächste Eingewechselte. Kevin Beck verwertete souverän zum 4:1. Den Schlusspunkt in der 90. Minute setzte dann Patrick Kindle mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke. Die Freude bei den Gästen aus Triesenberg nach dem Sieg war riesig, was auch in der Kabine mit genügend Bier und lauter Musik gefeiert wurde.

 

Bemerkungen

  • C. Gassner konnte nach fast 1000 Minuten ohne Treffer endlich wieder jubeln. Nach Spielende bezeichnete er sich selbst als „Bester Stürmer in der Geschichte des Bärger Zwei“ – Böse Stimmen behaupten, dass das Tor von C. Gassner noch von einem Grabser abgefälscht wurde. Bestätigt konnte dieses Gerücht bisher allerdings nicht werden.
  • Auffallend: Die sonst schon recht engangliegenden Trikots der Bärger schienen gestern noch etwas enger. Bei einigen Spielern war der sogenannte „Bierbauch“ deutlich erkennbar.
  • P. Kindle spielte nach seiner Einwechslung den dritten Stürmer. Dies obwohl er T. Sprenger im defensiven Mittelfeld ersetzten sollte. Zitat Trainer: „Er tuat waser will, egal uf wellra position dassna ufstell.“
  • Nach dem Spiel freute man sich auf das „beste Schnitzelbrot der Ostschweiz“ wie Bomber meinte. Doch ausser Würste gab es nichts – dafür gab es genügend Bier.
  • M. Heeb war unzufrieden mit der medizinischen Ausrüstung der Mannschaft und gab an, dass er sich um Nachschub kümmern würde.

 

FC Grabs – FC Triesenberg, 1:5 (1:2)
FC Triesenberg: P. Schädler; R. Kindle, Cortese, R. Schädler; Biedermann, Sprenger; T. Eberle, Moser, Mettler; Gassner, J.Eberle.
Ersatzspieler: R. Sele, P. Kindle, Beck, Mella, T. Schädler
Tore: 8. J. Eberle 0:1, 21. 1:1, 35. Gassner 1:2, 64. R. Sele 1:3, 75. Beck 1:4, 90. P. Kindle 1:5.