Sie sind zwei der insgesamt zehn Legionäre in Liechtensteins A-Nationalmannschaft: Sandro Wolfinger (SV Heimstetten) und Martin Büchel (FC Unterföhring) kicken in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse – und haben vor, dies auch in naher Zukunft noch zu machen.

 

Wenn sie nicht gerade mit der Nationalmannschaft unterwegs sind, sind zwei Liechtensteiner Legionäre in Deutschland zu Hause, genauer gesagt in Bayern. Während Martin Büchel beim FC Unterföhring schon etwas länger seine Schuhe in der Bayernliga Süd, der fünfthöchsten Spielklasse in Deutschland, schnürt, wechselte Sandro Wolfinger bedingt durch sein Studium vor rund einem Jahr zum SV Heimstetten (gleiche Liga). Beide Kicker fühlen sich in ihrem derzeitigen Verein äusserst wohl und geniessen die Zeit neben dem Studium. «Mir gefällt es wirklich gut. Dadurch, dass wir vorn mitspielen, ist die ganze Sache noch interessanter», verrät Wolfinger. Und auch Büchel hat sich mit seiner Position innerhalb seines Clubs angefreundet: «Es ist super hier. Da ich schon etwas älter bin, bin ich auch immer Ansprechperson für die vielen jungen Spieler im Team, das sagt mir sehr zu.»

Unterschiedliche Situationen

Während Martin «Polo» Büchel bei Unterföhring unumstrittener Stammspieler ist, muss sich Wolfinger, der die ganze Hinrunde aufgrund von Leistenproblemen verpasste, erst einen Stammplatz im Team erkämpfen. Nach zwei Operationen scheint nun der Weg frei, um bei Heimstetten so richtig anzugreifen. «Für mich startet die Saison eigentlich erst jetzt. Ich werde versuchen, mir einen Stammplatz zu erkämpfen», so Wolfinger motiviert. In der Tabelle der Bayernliga Süd stehen die beiden Vereine der Liechtensteiner unmittelbar hintereinander. Heimstetten belegt derzeit Platz vier, Unterföhring grüsst vom fünften Tabellenplatz. Die Ziele der beiden Vereine sind jedoch unterschiedlich. Während Wolfinger mit seinem Club nach dem Abstieg aus der Regionalliga den erneuten Aufstieg im Visier hat, spielt Büchel mit Unterföhring um einen Platz im vorderen Tabellendrittel. «Der Aufstieg ist das klare Ziel. Dazu müssen wir in der Rückrunde mächtig Gas geben, aber ich denke, das liegt durchaus drin», so Wolfinger. Büchel sieht das ganze derweil etwas gelassener: «Klar wäre der Aufstieg schön gewesen, aber vermutlich ist das nicht mehr machbar.»

Erst ein Treffen auf dem Rasen

Bereits drei Mal standen sich die Clubs der beiden nun schon gegenüber. Zum Aufeinandertreffen von Büchel und Wolfinger kam es jedoch erst ein Mal in einem Testspiel. «Entweder war er in den Ferien oder ich verletzt», erklärt Wolfinger. Wo sie aber regelmässig Zeit gemeinsam verbringen, ist in der Liechtensteiner Nationalmannschaft. «Es ist schön, Zeit miteinander zu verbringen. Dass wir diese Möglichkeit haben, ist toll», so Büchel und Wolfinger unisono.