Zwei Stunden nach der Ankunft in Marbella ging es für die Nationalmannschaft ein erstes Mal auf den Rasen. Dank idealer Verhältnisse steht einer guten Vorbereitung auf die zwei Testspiele gegen Gibraltar und die Färöer Inseln nichts Wege.

 

Obwohl auch Liechtenstein langsam aber sicher aus dem Winterschlaf erwacht, ging es für die Liechtensteiner Nationalmannschaft pünktlich zum Frühlingsbeginn in wärmere Regionen. In Marbella (ESP) bestreiten die Schützlinge von Nationaltrainer René Pauritsch in den nächsten Tagen zwei Testspiele gegen Gibraltar (Mittwoch, 20 Uhr) und die Färöer Inseln (Montag, 19 Uhr) und bereiten sich im Rahmen eines Trainingslagers gemeinsam auf die anstehenden Aufgaben vor. Für fast alle Spieler des 22-köpfigen Aufgebots ging es gestern Morgen von Zürich Richtung Spanien. Während Serie-A-Legionär Marcel Büchel (Empoli) nur kurze Zeit später zum Team stiess, muss sich Pauritsch bis zur Ankunft von Andreas Malin noch etwas gedulden. «Andreas bestreitet mit der U21 noch das Spiel gegen Portugal und wird ab Donnerstag bei uns sein», so der Österreicher.

 

Ideale Trainingsbedingungen

Nach dem Essen ging es für die Spieler dann ein erstes Mal aufs Trainingsgelände des Marbella Sports Center, das etwas mehr als zehn Minuten vom Hotel in San Pedro Alcantara liegt. Was die Akteure dort vorfanden war einmalig. Unzählige verschiedene Trainingsplätze in einem sensationellen Zustand. «Wir hatten vor dem Training einige angeschlagene Spieler, als die Jungs aber die Anlage gesehen haben, waren komischerweise alle wieder fit», witzelte Pauritsch. Tatsächlich hatten einige Spieler mit leichten Blessuren zu kämpfen. Neben Sandro Wolfinger waren auch Sandro Wieser, Michele Polverino, Pascal Foser, Mathias Sele und Simon Kühne noch etwas angeschlagen. «Alle haben aber mittrainiert. Das stimmt mich ziemlich positiv», so Pauritsch. Die grandiose Anlage scheint beim einen oder anderen die Schmerzen wirklich etwas erträglicher gemacht zu haben.

Testspiele stehen im Fokus

Der Auftakt für die A-Nationalmannschaft Liechtensteins in die «spanische Woche» ist also geglückt. Mit weiteren Einheiten wird sich die Pauritsch-Elf heute und morgen in Form bringen, um für den ersten Auftritt gegen das Nationalteam aus Gibraltar bestens gerüstet zu sein. «Der Fokus in diesen Tagen hier in Marbella liegt ganz klar auf der Vorbereitung auf die beiden Spiele», führt Pauritsch aus. Es sei in diesem Sinne nicht eine wirkliche Trainingswoche, in der man darauf achte, wie stark man belaste oder eben nicht. «Wir wollen zwei gute Testspiele abliefern und werden auch die Trainingseinheiten so aufbauen, dass wir bereit sind, uns mit dem Gegner zu messen.»
Eine offene Frage steht derweil aber noch im Raum. Seit dem Rücktritt von Rekordnationalspieler Mario Frick aus dem Nationalteam nach dem EM-Qualifikationsspiel im vergangenen Oktober gegen Österreich fehlt dem Liechtensteiner Team ein Spielführer. Trainer Pauritsch war jedoch nicht zu entlocken, wer in den anstehenden Spielen die Kapitänsbinde tragen wird. «Dazu kann ich momentan noch nichts sagen.»